THE WALL SERIES

THE WALL SERIES ist eine zweimonatliche Performance-Serie, die vom PAUL Kollektiv veranstaltet und kuratiert wird. Diese Reihe bietet Künstler*innen aller Disziplinen die Möglichkeit, ihre fertigen oder laufenden Arbeiten oder in einem intimen Rahmen vor einem begeisterten Publikum zu präsentieren.

Als wir, das PAUL Kollektiv, die Wand zwischen unseren beiden Studios eingerissen haben, haben wir uns vom neuen größeren Raum inspirieren lassen und beschlossen, inmitten der neuen Faltwand eine Performance-Serie zu starten!

Unsere nächste Ausgabe, THE WALL SERIES VOL. 7 findet am 17. und 18. Mai 2019 statt!

ERFAHR MEHR ÜBER VOL.7!

TICKETS: Ihr könnt eure Tickets vorher online für 9,00 Euro oder an der Abendkasse für 10,00 Euro kaufen! Es gibt nur eine begrenzte Anzahl an Karten, also sichert euch eure Tickets am besten gleich!

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THE WALL SERIES VOL. 1

Noemi Luz | Greta Salgado | Edegar Starke

FRIDAY, MARCH 9TH @ 20:00


THE UGLY TRUTH

Choreographie: Noemí Luz

Komposition: José Tomé

Choreographische Beratung: Niurca Márquez

Photo: Camilla Greenwell

Photo: Camilla Greenwell

Das Meer hat eine außergewöhnliche Fähigkeit zur Transformation, Reinigung und Regeneration. The Ugly Truth fragt: Haben Menschen dieselbe Fähigkeit, sich selbst zu regenerieren? Wenn unsere Konsumgesellschaft solch zerstörerische Effekte auf die Umwelt  hat, was für physische, emotionale und spirituelle Effekte hat sie auf uns als Individuen? Könnte unser endloses Wegwerfverhalten ein Spiegel unserer Haltung uns selbst gegenüber sein? Und welche Veränderungen unterlaufen wir, wenn wir mit der Wahrheit konfrontiert sind, oder versuchen, uns vor ihr zu verbergen? In diesem Stück untersucht und hinterfragt Noemí Luz die Grenzen zwischen Flamenco und Tanztheater. Sie erforscht das Potential der bata de cola (Schleppenkleid), wenn sie aus ihrem traditionellen Kontext herausgenommen und als theatrales Werkzeug benutzt wird.

NOEMI LUZ

Photo: Camilla Greenwell

Photo: Camilla Greenwell

Noemí Luz ist eine multidisziplinäre Künstlerin, die mit Flamenco, Tanztheater und bildender Kunst arbeitet. Sie hat Ballett an der Elmshurst Ballet School und Central School of Ballet studiert und hat ein HNC Diplom in bildender Kunst vom Kensington and Chelsea College. Noemí zog 2007 nach Sevilla, wo sie sich auf traditionellen Flamencotanz und bata de cola spezialisierte, geleitet durch ihre Mentorin, Yolanda Heredia. Noemí gründete mit Magdalena Mannion und Yinka Esi Graves die preisgekrönte Tanzkompanie dotdotdot. Mit dieser trat sie im Februar 2017 beim Festival 'Sampled' des renommierten Sadler's Wells auf.


SOLVING TORSION ALONE

Choreographie: Greta Salgado

Musik: "Reptilian" by Converge

Choreographische Beratung: Silvia Ennis, Constanza Ruiz and Alena Shornikova

Photo: Martin Salgado

Photo: Martin Salgado

Aggressivität scheint in unserem alltäglichen Sprachgebrauch direkt mit Gewalt und Aggression verbunden zu sein. Dadurch bedingt wird Aggressivität mit einer gewissen Distanz, ja sogar Angst gesehen, doch gleichzeitig ist sie etwas höchst Intimes und die Demonstration ihrer Existenz in uns offenbart ein inneres Ungleichgewicht.Solving Torsion Alone verteidigt die unabhängige Existenz der Aggressivität; das Stück erforscht sie als eine mobilisierende Energie, die als Initiator kraftvoller Bewegung des Inneren und des Äußeren dient und dabei weder eine konkrete Richtung, noch einen Zweck verfolgt und löst sich somit los von der Idee der Aggressivität, die sich bündelt und zielgerichtet zu Gewalt wird. Bei der Arbeit an Solving Torsion Alone hat Greta Salgado zusammen mit dem Aikido-Lehrer, Yannik Zechner, das Konzept von Drehungen im Körper untersucht. Darüber hinaus ging sie in die Kölner Hardcoremusik-Szene, besuchte Konzerte, tauschte sich mit Musikern und Konzertbesuchern aus, hörte zu, beobachtete und nahm aktiv an der Körperlichkeit dieser Szene teil. Mit einem Fokus auf die Aggressivität als eine innere Energie, die für sich selbst steht, ohne weiteren Sinn, als ihre pure Existenz und Manifestation, versteht sich dieses Stück als eine Zelebrierung ebendieser Aggressivität und bearbeitet ihre vielfältigen physischen und situativen Manifestationen.

GRETA SALGADO

Photo: Martin Salgado

Photo: Martin Salgado

Greta Salgado Kudrass wurde 1994 in La Coruña in Spanien geboren. Sie wuchs in Südamerika auf und gründete 2013 das Kollektiv "Confundamiento" in Ecuador. Zur selben Zeit war sie Teil des Tanzensembles des Teatro Nacional Sucre in Quito. Im Juli 2017 beendete sie ihr Studium des Zeitgenössischen Tanzes an der Hochschule für Kunst und Musik Köln, wo sie mit Choreographen wie Anna Konjetsky, Shumpei Nemoto, Emmanuel Gat, Rafaelle Giovanola zusammenarbeitete. Derzeit arbeitet sie an ihrer eigenen Forschung. Im Februar 2018 zeigte sie das Stück 'Momentum X-Samples' von Cocoondance am HAU Berlin und ab März ist sie im Rahmen des Residenzprogramms der Tanzfaktur Köln mit Amanda Romero tätig und zeigt ihre Forschungsergebnisse im September 2018.


THE CHILDHOOD I KEPT TO MYSELF

Choreographie: Edegar Starke

Sound: Edegar Starke

Kostümbild: Riccieri Genaro

Photo: Alessandro Sinyus

Photo: Alessandro Sinyus

"Im Rückblick waren die Gegensätze von Sehnsucht nach Zugehörigkeit und dem Gefühl, nicht dazuzupassen immer Teil meines Lebens, ob ich es nun bewusst wahrnehmen konnte, oder nicht. Zerrissen zwischen dem Wunsch, die Anerkennung der Welt zu bekommen, und dem Bedürfnis, ehrlich und wahrhaftig allem gegenüber zu sein, das ich war und das mich umgab, fand ich mich n verschiedensten Räumen wieder, die ich geschaffen hatte, um dieses Dasein möglich zu machen."
"The childhood I kept to myself" ist eine Soloarbeit von Edegar Starke, die sich mit der Vielschichtigkeit eines einzelnen Wesens auseinandersetzt. Das Stück versucht, die Brücke zu schlagen zu Einfachheit, zum Verständnis, dass unsere Verschiedenartigkeiten ein und denselben Körper bewohnen können, ein und dieselbe Welt. In Faszination für die Subtilitäten eines einzelnen Lebewesens und seine wundervolle Fähigkeit zum Austausch versucht diese Körperrecherche, eine wohlwollende Annäherung an die konstante Veränderung, in der wir uns befinden, sodass das Gefühl von Zugehörigkeit sich ausdehnen kann und mehr als nur bestimmte Gruppen und Gemeinschaften erreicht. "The childhoof I kept to myself" bringt uns dazu, unserem Körper aufmerksam zuzuhören, und versucht, einen Weg zu öffnen, sich in Beziehung zu anderen zu setzen, anstatt einander auszugrenzen.

EDEGAR STARKE

Photo: Alessandro Sinyus

Photo: Alessandro Sinyus

Edegar Starke ist ein brasilianischer Künstler. Als ausgebildeter Schauspieler mit starkem körperlichem Training hat er eine Serie von Tanztheaterprojekten an brasilianischen Schulen mit Kindern und Jugendlichen schwierigster sozialer und wirtschaftlicher Hintergründe entwickelt.Seit 2013 setzt er sich intensiv mit Butoh auseinander.
Im Jahr 2016 begann er, das Moving Bodies Butoh Festival zusammen mit Ambra Gatto Bergamasco zu kuratieren, mit welcher er derzeit auch das Projekt H.O.M.E. (Human Organization of Multi-cultural Experiences) entwickelt, mit dem Ziel, eine multidisziplinäre und interkulturelle Plattform für künstlerische Zusammenarbeit zu entwickeln.


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THE WALL SERIES VOL. 2

Nicola Bullock | Manon Sif | Eri Watanabe
FRIDAY, MAY 18TH @ 20:00


Was passiert, wenn Träume und Realität aufeinandertreffen? In "Soft Fists Insist" wird eine Frau mit populären Bildern und Ideen konfrontiert, wie sie sich - jung, weiß und weiblich - in der Welt verhalten sollte. Während sie sich mit der Interpretation dieser Ideale beschäftigt, beginnt sie, ihre tieferen Bedürfnisse und Ängste aus den Augen zu verlieren. Ein Stück über den Raum zwischen dem, was wir sind und dem, was wir uns selbst vorstellen, "Soft Fists Insist" stellt die Frage, wie sich das Unbewusste auf soziale Konstruktionen wie Weiblichkeit, Altern und Begehren bezieht.


Ein High Five den lächerlichen Bemühungen, sich selbst zu entkommen. Ein Tribut an die Unmöglichkeit zu verstehen. Wie auch immer, die richtigen Umstände werden nie da sein. Hoffnung auf Beitrag, die Erleuchtung schwarzen Schafe. Eine Sensorisierung der Zugehörigkeit. Eine Ode an das Elend, die Talente und die Vorstellungskraft all dieser unerwarteten kleinen Feuer.


Ich beschreibe meine Gefühle, wenn ich mich zu etwas äußere, das ich für meinen Körper verwende. Meine Gefühle sind immer lose, unfixiert, wie eine Welle oder ein Elektrokardiogramm. Mein Bild fließt nach außen.


THE WALL SERIES
VOL. 3

| Lola Lefèvre | Kazuma Motomura |
| Darragh Mcgloughlin | Eric Wong & Siri Salminen |

FRIDAY, SEPTEMBER 14TH @ 20:00


"RESONANCES" - LOLA LEFÈVRE

“Ich werde nie diese ersten Momente vergessen. Oft konnte ich mich nur an die Vornamen dieser Männer und Frauen erinnern, auch wenn ich sie unterbewusst als meine Brüder und Schwestern wahrnahm. Ihre Not fand in mir Widerhall; ich dachte, ich könnte sie teilen, während sie tatsächlich nur ein Echo meiner eigenen Not war. Abwesenheit, Leere, Licht. Vielleicht nur Licht.”

Edouard, Macha, Nicolae, Joseph, Dillia, Valodia, Patrick, Alejandra, Denis, Lucie, Pierre, Davie, Piotr, Niolae, Cristian, Maria, Danielle, Josiane, Vasiliev, Olivier, Rolf, Jean Marc, Patricia, Marcel - Vibrierende Verbindung zwischen uns und der Welt, all diese Namen hallen in mir wider, seit ich das erste Mal ihre Gesichter gesehen habe. Ein sensibler Ort, an den zu fallen ich mir gestatte, “Resonances” ist ein Moment des Teilens. Ein Ort, an dem ich mir selbst erlaube, verletzlich zu sein, ein Ort an dem ich sein kann. Ruf nach Licht. Für dich Nicolae, und für all die anderen.

Lola Lefèvre 

Lola Lefèvre ist eine französische Tänzerin und Performerin. Nach einer hochqualifizierten Ausbildung in Rhythmischer Gymnastik entschied sie sich, sich dem Zeitgenössischen Tanz zuzuwenden, und machte ihr Diplom in Choreographie an der CRR of Boulogne Billancourt (France), bevor sie 2014 and die professionelle Schule für Zeitgenössischen Tanz SEAD in Salzburg (Österreich) ging. In einer sehr poetischen künstlerischen Linie kombiniert sie Tanz und Performance mit Romantik und ist besonders interessiert an interdisziplinären Kollaborationen.


"BOOM BOOM!" - KAZUMA MOTOMURA

Boom Boom! ist eine direkte Reaktion des Körpers auf Musik. Was für Musik? Ein komplexes vielschichtiges mutirhythmisches Maschinengewehr, komponiert von Musiker und Producer Zozo. Wie viel der Beats und Akzente kann der Körper aufgreifen, während er auch auf Publikum und Raum um den tanzenden Körper reagiert?
Was für ein Körper? Tänzer und Performer Kazuma Glen Motomura nähert sich der Musik frontal mit seinem Körper, bestehend aus Erinnerungen vom Tanzen durchs Universum.

Kazuma Glen Motomura

Halb Japaner, halb Südafrikaner. Tanzt eine Melange aus Zeitgenössischem Tanz und Street/Club Styles. Finalist des Juste Debout 2018 World Championship battle in Street Dance und Gewinner in der Experimental division in London.

www.bodypoet.info


“STICKMAN” - DARRAGH MCGLOUGHLIN

Stickman arbeitet extensiv mit dem Konzept von (re)framing (Um-gestaltung): regelmäßiges Verlagern des konzeptionellen/emotionalen Rahmens der Arbeit, um kontinuierlich die Stückinterpretation durch das Publikum herauszufordern. Dies wird zunächst provoziert durch die linguistische Rahmung, wobei ein Bildschirm Titel/Sätze zeigt, die dramatisch den Fokus dessen verändern, was wir sehen und erfahren. Stickman deutet mehr auf den Moment des Interpretieren als auf das, was interpretiert wird.

Der Hauptinhalt der Arbeit ist das Ergebnis von zwei Jahren Forschung am Balancieren von Objekten. Balance bedeutet, den Körper in einen Zustand ständiger Bewegung zu zwingen. Der Körper reagiert aus reiner Notwendigkeit und beginnt dadurch zu sprechen.

Darragh Mcgloughlin

Darragh wurde 1987 in Irland als Sohn eines Kochs und einer Köchin geboren. Er hat eine Ausbildung in Zeitgenössischem Zirkus und Performance, ist derzeit jedoch zufrieden, sich einfach einen Schaffenden und Performer zu nennen, ohne sich einem bestimmten Genre zuzuschreiben. Er ist die künstlerisch Leitung von Squarehead Productions, und lebt derzeit in Berlin. Stickman ist seine dritte große Produktion.


"DUO" - ERIC WONG & SIRI SALMINEN

Das Duo erforscht und erschafft im Rahmen von Improvisation Momente mit Gitarre, Bewegung und perkussiver Fußarbeit. Zart und glitzernd, jedoch mit einem Hauch von Explosion und Punk. Schrott rollt im Wind.

Eric Wong

Geboren 1981 in Minneapolis, aufgewachsen in Hong Kong, Studierte Psychologie an der University of Minnesota und danach audio production and engineering am Institute of Production and Recording. Er ist Komponist und Klangkünstler, sowie Gitarrist und Computer-Musiker. Sein Hauptfokus liegt auf Soundflächen, der Wahrnehmung von Klang und der räumlichen Erfahrung.

Siri Salminen

Geboren 1987 in Stockholm. Abschluss am University College of Dance and Circus in Stockholm 2011 mit Spezialisierung in Flamenco, seitdem arbeitet Siri mit Zeitgenössischem Flamenco und Tanzpädagogik in verschiedenen Kontexten, vor allem in Schweden und der Türkei, nun auch in Deutschland. Ihr Hauptinteresse gilt den verschiedenen Aspekten des Absurden und nicht einzuordnenden Qualitäten.


THE WALL SERIES VOL.4

BRAD NATH | JOSÉPHINE AUFFRAY | GIORGIA REITANI & FRANCESCA MEROLLA | CAMILLE CHAPON | MASHA FUMENKO & PETR LADEN

FRIDAY, NOVEMBER 23RD @ 20:00


Amplified Bricks - Brad Nath

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Ziegel mit integrierter Audioelektronik ermöglichen es diesen allgegenwärtigen Gebäudeteilen, als Klangobjekte zu funktionieren, sobald sie verstärkt werden. Die Performance zeigt eine Auswahl von Steinen aus einem System, das entwickelt wurde, um klanglich sensible architektonische Umgebungen zu bauen. Hergestellt aus einer Reihe von Materialien - Beton, Gips, Wachs und Silikon - drückt jeder Ziegel seine einzigartige akustische Ontologie aus, wenn er vomKünstler aktiviert oder einer auf einen anderen gestapelt wird, was zu physischen Rückkopplungen führt.

Brad Nath

Brad Nath arbeitet zwischen Architekturdesign und Klangkunst, um Techniken für die Gestaltung von Räumen zu entwickeln, die auf Vibrationen reagieren, die auf hörbaren Frequenzen stattfinden. Aus der Überzeugung heraus, dass der Architekt nicht nur Raum, sondern auch Zeit organisiert und dass der Komponist nicht nur ein Organisator der Zeit, sondern auch des Raumes ist, versucht er, das Zeitvokabular der gebauten Umwelt durch Materialforschung, Performance, Komposition, Installation und gebaute Umgebungen zu erweitern. Vor kurzem ist Brad von New York nach Berlin gezogen, wo er eine Bachelor-Thesis in Architektur mit dem Titel "Acoustectonics" bei Mentoren aus Architektur- und Musikbereichen der Cornell University absolvierte.


“MIMOWERK” - JOSÉPHINE AUFFRAY

MIMOWERK ist eine Reise durch mehrere Personen, die ein Selbstporträt zeichnen. Immer wieder hatte ich ein obsessives Vergnügen daran, mich in meiner eigenen Umgebung als verschiedene Charaktere zu verkleiden und zu agieren: ich entschied mich, mein Zimmer als Ausgangspunkt für die Forschung zu nutzen. Mein Zimmer fühlte sich an wie ein experimentelles Labor, weit weg von jeglichen Ängsten. Vielleicht hatte ich räumliche Einschränkungen, aber sicherlich keine Grenzen, wenn es darum ging, mich an unbekannte Türen zu wagen. Mein Hauptwerkzeug war meine Videokamera, ich konnte mein Selbstbild und mein Verhalten analysieren, indem ich mir die Videos ansah, die während meiner Reise zur Definition meiner verschiedenen Personae entstanden. Die Punk-Kultur war während des gesamten Prozesses unerlässlich, da sie mir half, meinen inneren Schrei zu erwecken: WUT. MIMOWERK ist ein innerer Schrei, der lautstark nach außen getragen wird, eine Konfrontation, eine Manifestation, eine Denunziation, ein Ruf. 

JOSÉPHINE AUFFRAY

Joséphine Auffray studierte am Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance in London (2015-2018) für die BA (Hons) in Contemporary Dance. Im Jahr 2017 studierte Joséphine im Rahmen des Erasmus-Programms mehrere Monate an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Während ihrer Ausbildung hat Joséphine Werke von Merce Cunningham, Alison Curtis Jones, Marina Collard, Heidi Rustgaard, Claude Brumachon und Benjamin Lamarche aufgeführt. Während dieser Zeit konnte sie Zusammenarbeiten mit Künstlern wie Ellen Van Schuylenburch, John Richards und Rodolfo Araya erleben. Durch das Studium an der Laban School sammelte Joséphine choreographische Werkzeuge, die ihr halfen, bereits zwei ihrer eigenen Werke zu schaffen: KLIMAX und MIMOWERK. Joséphine stammt ursprünglich aus Frankreich und studierte zunächst am Conservatoire de Nantes mit intensiver Ballettausbildung bei Lehrern wie Nathalie Quernet, Maurice Courchay und Marie-Elisabeth Demaille. Von zeitgenössischen Werten angezogen, folgte sie im selben Konservatorium dem Kurs für zeitgenössischen Tanz mit Lehrern wie Rodolfo Araya, Rosine Nadjard und Anne Carrié.


“CHOPSTICKS” - GIORGIA REITANI & FRANCESCA MEROLLA

'Chopsticks' ist aus einer Zusammenarbeit zwischen den beiden italienischen Tänzerinnen Francesca Merolla und Giorgia Reitani und dem vietnamesischen Choreografen Khai Ngoc Vu im Zeitraum 2017-2018 entstanden, in dem sie am Tanzcompagnie Volkstheater Rostock gearbeitet haben. Das 15 Minuten lange Duett nutzt Bewegungen, um den Wunsch nach Vereinigung zu äußern. Was bedeutet es, eine Tradition in unserer Gesellschaft zu haben, die uns immer wieder zwingt, uns woanders hin zu bewegen und von Null anzufangen? Wie können wir uns zu Hause fühlen, wenn die Umstände feindlich und hart sind? Bei diesem turbulenten Lebensstil, wo/wie finden wir Frieden? Vielleicht in der Erinnerung an unsere Kultur, so weit weg sie auch sein mag. Vielleicht in einem gemeinsamen Kampf. Oder vielleicht versuchen wir, etwas völlig Neues zu beschwören, um uns zurück in den unschuldigen und überfließenden Zustand der Gelassenheit und des Spiels zu ziehen, den wir so stark erlebt haben, bevor wir uns unserer selbst bewusst wurden, durch jeden gescheiterten Versuch raffgieriger und blinder. Unsere Reise gibt nicht wirklich eine Antwort, aber sie kann uns vielleicht etwas Ruhe in der Erfahrung der Vereinigung, Zusammenarbeit und Ehrlichkeit mit dem anderen geben. Wenn wir unsere Herzen als Teil eines einzigartigen Körpers zusammenfügen, ist der Kampf einfacher und die Reise verwandelt sich in eine angenehme Abfolge von Momenten der Freiheit und Zugehörigkeit.

GIORGIA REITANI & FRANCESCA MEROLLA

Zwischen 2013-2016 studierte die gebürtige Italienerin Giorgia Reitani bei Iwanson International. Nach der Ausbildung arbeitete sie für Hannes Härtl in der Produktion "Bloodlines", in München, Deutschland. Danach arbeitete sie zwei Jahre lang an der Tanzcompagnie Volkstheater Rostock, wo sie in verschiedenen Produktionen von Katja Taranu und der Show "The four seasons" von Elias Lazaridis tanzte. Sie tanzt in dem von Khai Ngoc Vu choreographierten Stück "Chopsticks" mit Francesca Merolla .

2016, nach ihrem Abschluss bei der Iwanson International, begann diese ihre Ausbildung beim ZfinMalta Dance Ensemble. Anschließend war sie Teil der Tanzcompagnie Volstheater Rostock mit der Choreographie "Die vier Jahreszeiten" von Elias Lazaridis. Sie arbeitete für Iván Pérez in der Produktion "Island" in Wrocalw, Polen und ist derzeit Teil der B'cause Dance Company in Warschau. Sie tanzt in dem von Khai Ngoc Vu "Chopsticks" mit Giorgia Reitani choreographierten Stück.


“KOPFSCHMUCK” - CAMILLE CHAPON

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Buzzz Sok Zang Tsssiii HoOwm Dzing zzZZzzzzz Whaam iimOOzz Tjak Whoosh Slam Zonk Thunk ZooOom Ka-Blam Soohm Slurp Crash Poww 

Fiktive Magier. Dragon Ball Z. Fantastische Tiere. 

Wenn ein Kind spielt, wird es manchmal vom Wunsch ergriffen, die Klangeffekte seiner eigenen Handlungen zu erzeugen. Und während es fröhlich in seiner imaginären Welt navigiert, die es vor dem Blick anderer schützt, kommen die Geräusche natürlich aus seinem Mund. Ich spiele mit Erinnerungen an diesen Zustand, um eine Sprache für die Improvisation zu schaffen, diesmal völlig offen.

CAMILLE CHAPON

Camille Chapon / Jofe D'mahl, Künstlerin mit Sitz in Berlin, Direktor und Gastgeber des Kabaretts für Kunst und gemischte Performances namens "Carte Blanche", Mitglied des Performance-Trios "Eternuer", zusammen mit Bruno Ducret und Tom Bouët, engagiert in Pädagogik, lehrt Improvisationsworkshops für Kinder und Erwachsene. 2014, Master of Fine Art, Ecole supérieure d'art et de design - ESAD-GV, Frankreich.2017, Bachelor Tanz Kontext und Choreographie, Hzt Berlin, Deutschland.


“GREAT CIRCUS OF FAILURE” - MASHA FOMENKO & PETR LADEN

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Great Circus of Failure kombiniert Ansätze der zeitgenössischen Musik und des Tanzes, der Performancekunst, der Neuen Medienkunst und arbeitet sie unter neuen Umständen neu auf. Es gibt zwei Hauptpunkte für das Handeln: den Kunstgenuss, der dem Lebensgenuss gleichkommt, und die Idee des persönlichen Gedächtnisses, das den instabilen (Quanten)Zustand des Geschehens aufrechterhält.

MASHA FOMENKO & PETR LADEN

Great Circus of Failure wurde im Frühjahr 2018 von Petr Laden und Masha Fomenko gegründet. Masha hat einen Hintergrund im Bereich der Spieleentwicklung und der Theorie der Interaktion von Computerspielen mit räumlichen performativen Praktiken. Petr arbeitete als Video- und Performancekünstler und Kurator.


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THE WALL SERIES VOL. 5

ATTILA ANDRASI | SABINA MOE & ROSA DE LA ROSA | NADI GOGOULOU

MARCELLA STÉEN | SARAH JEGELKA & HANNES BRUDER

FRIDAY, JANUARY 18TH @20:00


“ONCE UPON A TIME” - ATTILA ANDRASI

Während des gesamten Forschungsprozesses habe ich versucht, drei große Fragen des Lebens zu beantworten. Wo hat der Mensch seinen Ursprung? Woraus sind wir gemacht? Wie kommen wir voran? Das Ziel meiner Forschung ist es, verschiedene Bilder in Bezug auf diese Fragen zu erzeugen.
Das Originalstück entstand 2016 an der Salzburger Experimental Academy for Dance (SEAD).

ATTILA ANDRASI

Er wurde in Ungarn geboren, wo er sein Interesse am Tanz an der Budapest Contemporary Dance Academy entdeckte. Seine ersten Erfahrungen sammelte er am Trafo- und Mu-Theater in Budapest. Attila setzte sein Studium an der Salzburger Experimental Academy for Dance (SEAD) fort, wo er Berufserfahrung bei verschiedenen Festivals sammelte. (New Face Dance Festival in Salzburg, Symphonic Dance Festival, Tanz House Festival und To Spring Tanz Festival in Salzburg) Während dieser Zeit arbeitete er mit Alleyene Dance Company (UK), Eduardo Torroja (ESP), Jelka MIllic (SL) zusammen, Elton Petri (GR), Rakes Sukes (IND). Nach Abschluss seines Studiums arbeitete er mit Lior Lazarof (ISR), HZT, Berlin mit Anna Németh (HU) und The Ryder Project Gallery in London mit Andrea Canepa (CO) zusammen.
Attila lebt und arbeitet derzeit in London und hat mit dem Schaffen seiner eigenen Arbeiten begonnen und bietet Workshops zur Bewegungsforschung in London, Budapest und Berlin an. Er sucht nach Schaffenden, die zusammenarbeiten und seine Arbeiten und Ideen in ganz Europa erforschen.


“STRING THEORY” - SABINA MOE & Rosa de la rosa

Die Stringtheorie ist eine Forschungsarbeit, die auf Empathie und Teamarbeit basiert. Fünf Zuhörer werden einen Zugang zum Performer herstellen und das Kommende beeinflussen oder einfach nur zuhören. Die Stringtheorie bietet dem Betrachter anonyme Verantwortung und der Bühne wertvolle Informationen. Dieses Stück bietet kreativen Einfluss für und durch das Publikum sowie konkrete Verantwortung für alle Beteiligten. Was werden wir lernen, wohin werden wir gehen und wen werden wir auf diesem körperlichen Drachenritt zusammen sehen?

SABINA MOE & Rosa de la rosa

Sabina Moe ist Choreografin// Performerin aus den USA. Sie schafft künstlerische Arbeiten, um Freude und Mitgefühl zu schaffen. Sie hat viele Freunde. Sie hat viel Arbeiten gemacht. Sie hat noch viel zu tun. Hallo Mama.

Rosa de la Rosa ist Producerin für Elektronische Musik, Schriftstellerin und Photographin, fokussiert auf die Visibilität von Trans- und genderqueeren Künstler*innen.


“MY MOVE” - NADI GOGOULOU

"My Move" ist ein Stück über mehr oder weniger alle Bewegungen, die wir machen, um einen einzigen Satz zu sagen. Es geht um eine kinetische Erforschung der üblichen Bewegungen einer Tänzerin, die nicht einmal denkt. Es geht um den Versuch, rücksichtsvoller damit zu sein, wie sich eine Tänzerin die ganze Zeit bewegt. Ein ständiger Kampf von Geist und Körper, um die richtigen Bewegungen zu machen, mit der richtigen Qualität und um das Gleichgewicht in Bezug auf die Choreographie, die Dramaturgie und das perfekte Timing zu halten. Also ist die Idee, zu tun und laut mit mir selbst darüber zu sprechen, was zu tun ist, und das Publikum erlebt meine Gedanken und meine Interpretation live. Dieses Stück ist ein Improvisationssolo, das meine kinetischen Muster betrifft und das Ziel hat, meine Bewegungsgewohnheiten zu durchbrechen.

Konzept/Performance/Musikalisches Design: Nadi Gogoulou
Unterstützung: KID Residenz (Malme, Schweden 2018)

NADI GOGOULOU

Nadi Gogoulou ist eine professionelle Tänzerin und Performerin. Sie absolvierte 2011 eine professionelle Tanzschule und hat 2013 einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften. Sie arbeitet hauptsächlich als Tänzerin mit vielen griechischen Choreographen in Tanzperformances und ortsspezifischen Performances, aber auch als Schöpferin ihrer eigenen Choreographien. Eigene Arbeiten sind die Stücke "DownFall", "On the spot", "Late Night Impro". Darüber hinaus führt sie Regie bei ihren eigenen Kurzfilmen, von denen einige im Athener Video Dance Project, Moving Images International Video Dance Festival und International Dance Film Festival, in Griechenland, Zypern und Belgien gezeigt wurden. Sie arbeitet auch in Theaterproduktionen als Director of Movement und gibt gelegentlich Kurse für zeitgenössischen Tanz für Amateure und Schauspieler.


“THE POWER OF ONE” - MARCELLA STÉEN

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Wie sich ein beschämter Körper bewegt, wenn er zum Handeln gezwungen wird. Enthüllt, wenn er nicht bereit ist, sichtbar zu sein. Ich muss verschwinden. Was wir beschämen oder feiern, ist, welche Vorstellungen wir von richtig oder falsch haben.
Eine kritische Perspektive auf Gefühle, Machtstrukturen und Raum. Aber es gibt eine Phantasie der Freiheit - die Entmachtung repressiver Strukturen, das Nicht-Lernen und Nicht-Werden dessen, was konstituiert ist. Freiheit vom Sein oder Tun, von Erwartungen, Disziplin und dem Wesentlichen.

MARCELLA STÉEN

Marcella Quinchavil Stéen ist eine schwedisch-chilenische Tanzkünstlerin. Ihre künstlerische Praxis ist inspiriert von somatischen Praktiken, Alltagsgewohnheiten und wie Wörter Situationen konstruieren. Ihr performatives Interesse gilt dem Banalen, dem Wissen und dem Verletzlichen und Lächerlichen Menschsein. Das, um eine kritische Perspektive auf Gefühle, Leistung und Machtstrukturen zu haben.
Sie absolvierte das Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance mit einem erstklassigen BA (Hons) in Contemporary Dance, London, UK. Derzeit absolviert sie einen MFA in Performing Arts. Sie hat mit sehr berühmten Persönlichkeiten zusammengearbeitet und ist selbst sehr berühmt.


“NOTHINGNESS” - SARAH JEGELKA & HANNES BUDER

Instant Composition für Cello & Tanz

Beobachte den leeren Raum zwischen Einatmen und Ausatmen.

Fange die Stille zwischen den Wörtern ein.

Dinge verschwinden, nur die letzte Substanz bleibt übrig.

Formen verschwinden, nur das Formlose bleibt übrig.

Definitionen verschwinden, das Undefinierte bleibt.

Aber dieser sehr reine Raum ist da, bevor etwas entsteht.

Cello: Hannes Buder
Tanz: Sarah Jegelka

SARAH JEGELKA & HANNES BUDER

Hannes Buder (geb. 1978 in der ehemaligen DDR) ist Musiker, Improvisator und Komponist im Bereich der experimentellen Musik. Seine Arbeiten konzentrieren sich auf Fragen der Bewegung, Authentizität, Intuition, Minimalismus, Dichte und Langsamkeit. Zu Buders aktuellen Projekten gehören die Bands "Zug Zug" mit Todd Capp und Andrew Lafkas, "Gravity" mit Hannes Lingens und Andrew Lafkas, das Duo mit Luc Houtkamp, die Tanzgruppe "one:third" und sein Soloprojekt. Darüber hinaus arbeitete er mit Audrey Chen, Tony Buck, Audrey Lauro, Hilary Jeffery, Mike Majkowski, Matthias Bauer, Steve Heather, dem Berlin Improvisers Orchestra und vielen anderen zusammen. Hannes Buders Solo-Aufnahmen umfassen "changes" (2000), "dunkelbunt" (2004), "openyoureyescloseyoureyes" (2006) und "changes II" (2015). Er konzertierte in Europa, Australien und den USA. Buder komponierte, improvisierte und nahm Musik für verschiedene Tänze (Oxana Chi, Judith Sanchez Ruìz), Theater (Jörg Mihan, Johannes Maria Schmit) und Filmprojekte (Barbara Lubich, Annick Gaudreault) auf. Er gibt Workshops auf Festivals, Musikschulen und mit Gefangenen im Gefängnis. Er studierte Gitarre am Carl Maria von Weber Konservatorium in Dresden und am Franz Liszt Konservatorium in Weimar.
http://www.hannesbuder.de/

Sarah Jegelka ist eine professionelle Tänzerin mit Wohnsitz in Berlin. Sarah findet gerne neue Wege, um verschiedene Künste durch Bewegung zu verbinden und auszudrücken. Fasziniert von der Vorstellung, das Unbewusste zu berühren, das der Bewegung innewohnt, hat sie sich entschieden, ihre Forschungen auf dem Gebiet der Instant Composition und der Verbindung von Geist und Körper fortzusetzen und die westliche und östliche Medizin und Philosophie zu studieren.


THE WALL SERIES VOL. 6

JULIA ARSEN | SABINA MOE | GENNARO MAIONE | HEUN MIN KIM

FRIDAY, MARCH 15th & SATURDAY MARCH 16th @20:00


“BUT I WANT HIM TO LIKE ME” - JULIA ARSEN

Unverwechselbar. Riesig. Wichtig. Aggressiv. Instabil. Stark. Verzweifelt. Laut. Unfair. Ein verängstigtes Kind. Er tötet gerne Tiere, aber ich will, dass er mich mag.

Mit der Performerin geht das Publikum durch eine Reihe von Bildern, als würde es ein altes Fotoalbum durchsehen. Gemeinsam erleben sie die Momente der Erkenntnis, die nicht durch eine bestimmte Erzählung provoziert werden, sondern vor allem durch Atmosphäre und Gefühle, die bekannt sind - Angst, Hilflosigkeit, Vermeiden, Verzeihen und Annehmen......

Musik: Emily Berregaard ein Gedichtauszug und Summer Isle Bilal-Haqqq Al-Awda

JULIA ARSEN

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Russisch-israelische Künstlerin, die in Deutschland lebt. In der Kindheit habe ich viel Volkstanz gemacht, in der Teenagerzeit ging er zwischen Hip-Hop und Modern verloren. Dann studierte ich Marketing und arbeitete mit Videoproduktion und -technologien. Schließlich kam ich wieder zum Tanzen - ich habe mehrere Jahre lang zeitgenössischen Tanz in Deutschland studiert. Menschen, die mich in den letzten Jahren am meisten beeinflusst und inspiriert haben, sind Maya M. Caroll, Tomas Danielis, Jenia Kasatkina, Ryan Mason, Vest and Page, Pavlos Kountouriotis, Jianan Qu, Fenia Kotsopoulou, Mariam Nagaichuk - ich habe mit ihnen gelernt oder gearbeitet, manchmal beides.


“SEX-TING” - GENNARO MAIONE

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Sexting ist eine persönliche Idee über Cybersex, auch "virtueller Sex" genannt, bei dem zwei oder mehr Personen im Computernetzwerk miteinander verbunden sind.

In einigen Kontexten wird Cybersex durch den Einsatz einer Webcam zur Übertragung von Echtzeit-Videos der Partner erweitert. In diesem zweiten Kapitel gibt es die Untersuchung des Verhaltenspfades eines Cyber - Sexsüchtigen, die sich auf einer einzigen linearen Spur bewegt.

Pornografie ist die menschliche Vorstellungskraft in angespannten theatralischen Handlungen; ihre Verletzungen sind ein Protest gegen die Verletzungen unserer Freiheit von Natur aus. Der Konsum von Pornografie führt nicht zu mehr Sex, sondern zu mehr Pornografie. Ähnlich wie durch das tägliche Essen von McDonalds wird man sich an Lebensmittel gewöhnen, die (obwohl angenehm) im Wesentlichen kein Lebensmittel sind, setzt Pornografie voraus, dass der Verbraucher mit dem Eindruck von extremem Sex und nicht mit dem realen zufrieden ist.

GENNARO MAIONE

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Gennaro Maione ist ein italienischer Tänzer und Choreograph, der 1989 in Neapel geboren wurde. Er beginnt in Italien zu tanzen mit der Dance Company Körper, Collettivo Nada, Balletto di Napoli, Mp3-Projekt, Dignità autonome di prostituzione, AZ-Tanzarbeiten. Choreograph und Lehrer für Opificio in Movimento, Ocram Dance Movement, Dance Company Körper. Im Ausland arbeitet er als Tänzer bei PVC Tanz (Freiburg), Karine Saporta Company (Paris), Labo DSN Company (Lüttich). Im Jahr 2012 beginnt seine Karriere als Choreograph bei verschiedenen nationalen und internationalen Festivals. Seit 2014 ist er Ideator von GMW (Gennaro Maione Works), das mit der Absicht entstanden ist, Projekte und neue Ideen mit einer echten künstlerischen Identität vorzuschlagen.


“ONBOARD” - SABINA MOE

Photo: Colette Pomerleau

Photo: Colette Pomerleau

Stark verbunden. ONBOARD ist ein Tanz der sanften Freundschaft, der kleinen Bewegung und der Alltagsgewohnheiten. Leicht nostalgisch, frustrierend, gleich und friedlich süß, initiiert ONBOARD Intimität und lässt nie los. Bist du an Bord?

SABINA MOE

Photo: Marie Weikopf

Photo: Marie Weikopf

Sabina Moe ist Choreografin/Performerin aus den USA. Sie arbeitet für Freude und Einfühlungsvermögen. Sie hat viele Freunde. Sie hat viele Arbeiten gemacht. Sie hat noch viel zu tun. Hallo Mama.


“FLAG” - HEUN MIN KIM

Ich starb im Alter von 24 Jahren. Ich habe mein Leben als Sohn Großkoreas beendet. Als ich die Berge meines Landes vor den erstickenden Wolken und wütenden Winden verteidigte, nahm ich schließlich meinen letzten Atemzug.

Eine Waffe, der niemand zu trotzen wagt, lag in meiner Hand. Ein Helm, der nicht zerbrechlich ist, wurde auf meinen Kopf gelegt. Ich war noch nie feige im Kampf gegen den Feind. Außerdem schrie mir ein stärkerer Geist Großkoreas im Blut, ich lief durch Berge und Täler, Friedhöfe und dorniges Dickicht.

Ich hatte eine Mutter, einen Vater und reizende Brüder und Schwestern. Außerdem hatte ich ein hübsches, liebevolles Mädchen. Mit knospender Jugend wollte ich Blüten tragen und mit meinen nahen Menschen auf diesem Land zusammenleben, mit zahlreichen Vögeln, die am schönen Himmel fliegen, wollte ich aufwachsen und singen.

HEUN MIN KIM

Heun Min Kim ist ein südkoreanischer Tänzer, Performer und Choreograph. Er wurde in Seoul geboren und absolvierte sein Studium an der Hansung University, wo er seinen Bachelor-Abschluss in Modern Dance machte. Nach seinem Abschluss trat er 2013 in die Salzburg Experimental Academy of Dance (SEAD) ein und begann in Südkorea mit der SECOND NATURE DANCE COMPANY zu tanzen. Er nahm auch an vielen Tanzprojekten in Südkorea und Europa teil.

Als Choreograf für zeitgenössischen Tanz hat er seine choreographischen Werke auf vielen großen Tanzfestivals präsentiert, wie z.B. MODAFE und SPAF in Korea, bei denen seine Werke <50 Euro table>, <Auntie, Do not touch that>, <Thirsty> und <Afternoon of Eden> präsentiert wurden. Derzeit lebt er in Berlin und engagiert sich in verschiedenen Kunstprojekten.


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THE WALL SERIES VOL. 7

SAHRA HUBY | LUCAS KRUSE KRISTIANSEN/DANCINGBEASTS | MINGJOU CHEN | KATARZYNA MYRDA

FREITAG, 17. MAI & SAMSTAG

18. MAI, 20:00 UHR


“DANCE KITCHEN” - SAHRA HUBY

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DANCE KITCHEN ist ein Format, das von der Tänzerin Sahra Huby in ihrer Wohnung entwickelt wurde und das sie dann in andere ‘private’ Settings gebracht hat.

Dieser intime Kontext ermöglicht eine nahe Begegnung mit dem Publikum, in der es Zeit gibt, sich zu treffen, ein Glas Wein zu trinken und über den Tanz zu sprechen, anstatt ihn nur anzusehen. DANCE KITCHEN ist wie ein Hauskonzert aufgebaut, bei Tanz wie Lieder präsentiert wird, zwischen denen man jeweils sprechen kann. Die Grenze zwischen zwanglosem Sprechen, Denken und Tanzen ist fließend und ermöglicht dem Publikum den Eintritt in das künstlerische Universum, die Praxis und die "Innere Küche" einer zeitgenössischen Tänzerin.

SAHRA HUBY

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Sahra Huby arbeitet seit 12 Jahren als freiberufliche Tänzerin mit verschiedenen Choreographen in ganz Europa. Sie arbeitet regelmäßig mit Anna Konjetzky in München zusammen. Mit ihr schuf sie viele Gruppenstücke sowie Soli, wie das Stück "Abdrücke" 2010 (eingeladen auf die Tanzplattform Deutschland2012), "chipping" 2014 und "MOVE MORE MORPH IT" 2018. Sie entwickelt auch ihre eigene Forschung, kreiert alternative Formate für Recherchen und Begegnungen mit anderen Künstler*innen sowie ein Format für Performances namens DANCE KITCHEN. Ein wichtiger Aspekt ihrer Arbeit ist das Prinzip des Denkens und Kommunizierens durch den Körper und nutzt den Körper als Instrument, um Ideen auf physische Weise zu entwickeln.


“DADDY” - LUCAS KRUSE KRISTIANSEN/DANCINGBEASTS

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Wir alle nähren uns an Aufmerksamkeit, Geld, Zuneigung und dem Extremen. Seit ich 2018 das Debütstück "BÆST" kreiert habe, inspiriert mich, wie die queere Kultur das Extreme des Lebens sucht. Um akzeptiert zu werden und um zu vermeiden, nicht dazu zu passen. Wir explodieren hinein in Lebensstile, die extrem sind, um einer Realität zu entkommen. Wie eine Droge. Wir nutzen unsere Sexualität, um etwas auszudrücken und gegen zu protestieren, was wir nicht akzeptieren und nicht mögen. Aber letztlich geht es immer darum, sich dazu passen zu wollen. Was mich inspiriert hat, ist der Fetisch des Wortes "Daddy" und der Daddy-Figur vor allem in der Homosexuellen-Szene und -Gesellschaft. Wir suchen jemand Älteren, der uns als das akzeptiert, was wir sind, der sich um uns kümmert, damit wir uns sicher fühlen. Aber setzen wir unseren Körper einem Extrem aus und prostituieren unseren Körper, um uns sicher zu fühlen, um unsere Extreme zu suchen? Oder ist es ein Hilfeschrei, sich tatsächlich anpassen zu wollen?

LUCAS KRUSE KRISTIANSEN/DANCINGBEASTS

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"dancingbeasts" wurde im Sommer 2018 gegründet. Die Kompanie besteht aus 6 Mitgliedern, die alle im Bereich Zeitgenössischer Tanz an der CDSH in Hamburg ausgebildet wurden. Die Kompanie begann zunächst als Projekt, bei dem der Choreograf Lucas Kruse Kristiansen nach einer Zeit, in der er Soli choreographiert hatte, Choreographie für eine Gruppe erforschen wollte. Die Ergebnisse wurden beim Collide Festival 2018 in Hamburg gezeigt, und nach den Aufführungen des Debütstücks "bæst" gründete Lucas Kruse Kristiansen die Company dancingbeasts und entwickelte und entwickelt immer wieder neue Ideen und Performances.

Im Februar 2019 hatten dancingbeasts ihre internationale Erstaufführung in Kopenhagen, Dänemark, mit dem Debütstück "bæst" im Theater Dansekapellet.

Derzeit arbeitet die Company an "Daddy" und an Kollaborationen mit Multimedia-Plattformen und Videoprojekten. Die kommenden Aufführungen von daddy und bæst werden im Rahmen des Hamburg Architektur Sommer 2019 in Hamburg stattfinden, wo die Company die beiden Stücke im Rahmen der neuen Forschung an "Daddy" in unkonventionellen Räumen zeigen wird.


“ORANGES ARE MY FAVORITE” - MINGJOU CHEN

Photo: Cemil Sorgun

Photo: Cemil Sorgun

Ich sah es, aber ich sagte oder tat nichts. Ich werde teilen, weil meine Mutter mir das beigebracht hat. Ich will mehr. Also bete ich, handle, empfange und tue etwas. Ich bin sicher, das wird mich irgendwohin bringen.

Choreographie: MingJou

Performance: Sabiwa/MingJou 

Musik: Wo De Shijian/Sabiwa, Between two worlds/John Zorn

MINGJOU CHEN

Photo: Cemil Sorgun

Photo: Cemil Sorgun

Made in Taiwan. Studiert Tanz in Taiwan. Umzug nach Berlin im Jahr 2018.
Essen, Schlafen, Reden, Tanzen, Teilen, Leben, Beobachten, Performen, Lieben.
Ich liebe Grün und Avocados.
2015 Universität Taipeh, Bildende Kunst im Tanz (Taiwan)


“KRYSTYNA IN FLAMENCO MOOD” - KATARINA MYRDA

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/Ich bin Milagros, ich trage einen knallroten Rock und tanze in fancy Diskotheken, schreie "mi corazon" und "cambio dolor" - dann fühle ich mich laut und stark in meinem Schmerz. Ich bin Krystyna, Demut, Sensibilität, Vergebung, mit einer beruhigenden Berührung und standhafter Ruhe - ich bin klug, ich bin Frau, ich bin Polin, ich bin anwesend. /

Choreographie ist meine Reflexion über den kulturellen Körper in Schmerz und Traurigkeit. Flamenco als Metapher, Sinnlichkeit, Kultur, Musik, Persönlichkeit, eine Kraft der Geste und Emotionalität.

KATARZYNA MYRDA

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Absolventin der Musikakademie in Lodz (PL) - Abteilung für Gesang und Schauspiel-Choreographie, Masterprogramm und AHE in Lodz, Abteilung für Kunst-Choreographie, Bachelorprogramm. Preisträgerin des Internationalen Choreographischen Wettbewerbs "3...2...1...1...TANZ!" in Krakau für das Solo "Krystyna in Flamenco Mood"-I Preis von Assen Assenov, I Preis von Anna Godowska, Sonderpreis von Agata Moląg und Grand Prix. Das Solo "Krystyna..." wurde im Finale des Internationalen Tanzfestivals SoloDuo Budapest 2019 qualifiziert und erhält die Auszeichnung im Choreographischen Wettbewerb "Transmission. Transgression" 2018 in Tarnow. In der Saison 2017/2018 nahm sie an den internationalen ACTA-Programm-Workshops für zeitgenössische Methoden für Tänzer*innen und Schauspieler*innen an der Copenhagen International School of Performing Arts und der University of Malta teil. Residentin im Nowa Huta Kulturzentrum Krakau Choreographisches Zentrum - Aufführung "Gepäck". Gewinnerin des dritten Preises für das Duo "Luggage" im Choreographie-Wettbewerb "Sense of move" in Tarnow (Polen). Von 2011 bis 2016 Tänzerin im Physical Dance Theatre in Lodz. Begann ihren eigenen künstlerischen Weg in Tanz und künstlerischem Schaffen: "Krystyna in Flamenco Mood", "Dual Fusion" (Regie: Paweł Grala), "Russian Disco", "Luggage", "My dear Krystyna", "Don't make scene-about men". Tänzerin, Performerin und Teilnehmerin vieler internationaler Workshops mit: David Zambrano, Peter Jasko, Uri Ivgi, Johan Greben, Noa Paran (Batsheva DC), Nuhacet Guerra (Ultima Vez) und anderen.


Nächster OPEN CALL BEGINNT Ende mai!!

Stay tuned!!

Liebe Tänzer*innen, Performer*innen, Musiker*innen…

Wir freuen uns auf unsere 3. Ausgabe von The Wall Series bei PAUL Studios Berlin! Unsere ersten beiden Ausgaben waren voller bewegender Arbeiten und begeisterter Zuschauer*innen, und wir können kaum erwarten, was Vol. 7 mit sich bringen wird!

Für Vol. 7 suchen wir Künstler*innen, die ihre Arbeiten am Freitag, den 17. Mai und Samstag, den 18. Mai 2019 zeigen wollen. Wir sind offen für Performer*innen aller Disziplinen, die interessiert sind, ihre Arbeiten an einem intimen Veranstaltungsort zu zeigen. Allen Performer*innen stellen wir 5 Stunden kostenlose Probenzeit bei PAUL Studios Berlin vor der Performance zur Verfügung.

Eingereichte Performances sollten:

  • unter 20 Minuten Länge haben

  • minimalen technischen Aufwand benötigen (PAUL ist ein intimer Ort mit simplen Beleuchtungsmöglichkeiten etc.)

Um euch zu bewerben: Sendet uns bitte eine Beschreibung eurer Arbeit zusammen mit einem youtube oder vimeo link zur Arbeit, mit der ihr euch bewerben möchtet. (Bewerbungen ohne Videolink können leider nicht berücksichtigt werden.)

Sendet eure Bewerbungen an: paulstudiosberlin@gmail.com
Die Deadline für die Bewerbung ist: Freitag, 19. April

Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!